ČESKÁ SPRÁVA SOCIÁLNÍHO ZABEZPEČENÍ

Leistungen der Krankengeldversicherung


Leistungen der Krankengeldversicherung

Aus der Versicherung werden den Arbeitnehmer folgende Leistungen gewährt:

  • Krankengeld,
  • Geldleistung in Mutterschaft,
  • Väterliche Fürsorge nach der Geburt des Kindes (gültig ab dem 1. Februar 2018)
  • Pflegegeld,
  • Langfristiges  Pflegegeld (gültig ab dem 1. Juni 2018)
  • Nachteilausgleich in Schwangerschaft und Mutterschaft . 

Selbstständige haben Anspruch auf Krankengeld, Geldleistung in Mutterschaft, Langfristiges Pflegegeld und Väterliche Fürsorge nach der Geburt des Kindes, wenn sie die Krankengeldversicherungsbeiträge entrichten.

Bei parallelen Arbeitsverhältnissen wird die Leistung aus den Bezügen aller Beschäftigungen ermittelt, aus denen diese zusteht. Sie wird jedoch nur einmal gewährt (ausgenommen Nachteilausgleich in Schwangerschaft und Mutterschaft).

Sämtliche Geldleistungen, die in der Tschechischen Republik aus der Krankenversicherung erbracht werden, unterliegen der Koordinierung der Sozialversicherung gemäß der  Verordnung des Europäischen Parlaments und des Rats (EG) Nr. 883/2004 sowie der Verordnung des Europäischen Parlaments und des Rats (EG) Nr.  987/2009.

 

1. Krankengeld

Seit  1. Januar  2014 steht diese Leistung ab dem15. Kalendertag einer vorübergehenden Arbeitsunfähigkeit – für Kalendertage zu.

Die Unterstützungszeit beträgt höchstens 380 Kalendertage ab Entstehungszeitpunkt der vorübergehenden Arbeitsunfähigkeit bzw. der Anordnung der Quarantäne, soweit nicht anders festgelegt.

Den Beziehern von Alters- bzw. Invalidität dritten Grades wird das Krankengeld ab dem 15. Kalendertag der vorübergehenden Arbeitsunfähigkeit oder ab dem 15. Kalendertag der angeordneten Quarantäne über einen Zeitraum von höchstens 70 Kalendertagen, höchstens jedoch bis zum Tag der Beendigung der versicherten Tätigkeit, ausgezahlt.

Die Höhe des Krankengeldes pro Kalendertag beträgt bis zum 30. Tag der vorübergehenden Arbeitsunfähigkeit oder der angeordneten Quarantäne 60 % der reduzierten Tagesbemessungsgrundlage, ab dem 31. Tag bis zum 60. Tag der vorübergehenden Arbeitsunfähigkeit oder der angeordneten Quarantäne 66 % der reduzierten Tagesbemessungsgrundlage, und ab dem 61. Tag der vorübergehenden Arbeitsunfähigkeit oder der angeordneten Quarantäne 72 % der reduzierten Tagesbemessungsgrundlage

Die Tagesbemessungsgrundlage wird reduziert, indem 90 %  in die Summe der ersten Reduzierungsgrenze, 60 % der über die erste Reduzierungsgrenze hinausgehende Summe in die zweite Reduzierungsgrenze, 30 % der über die zweite Reduzierungsgrenze hinausgehende Summe in die dritte Reduzierungsgrenze beim Krankengeld und bei der finanziellen Unterstützung bei der Fürsorge für ein Familienmitglied eingerechnet wird; die über die dritte Reduzierungsgrenze hinausgehende Summe wird nicht berücksichtigt. Bei der Geldleistung in Mutterschaft und dem Nachteilausgleich in Schwangerschaft und Mutterschaft wird bei der Reduzierung gleichermaßen mit der Folge vorgegangen, dass 100 % in die Summe der ersten Reduzierungsgrenze eingerechnet wird. Die Höhe der ab dem 1.1. des Kalenderjahres gültigen Reduzierungsgrenzen wird vom Ministerium für Arbeit und Soziales durch Veröffentlichung im Gesetzblatt bekannt gegeben. Die Reduzierungsgrenzen ab dem 1. 1. 2021 betragen:

  • 1. Reduzierungsgrenze  1 182 CZK
  • 2. Reduzierungsgrenze  1 773 CZK
  • 3. Reduzierungsgrenze  3 545 CZK

Über keinen Anspruch auf das Krankengeld verfügt der Versicherte, der sich vorsätzlich eine vorübergehende Arbeitsunfähigkeit zuzieht. Sollte sich der Versicherte seine vorübergehende Arbeitsunfähigkeit durch eine schuldhafte Beteiligung an einer Schlägerei oder als unmittelbare Folge von Trunkenheit oder des Missbrauchs von Rauschmitteln oder psychotropen Stoffen, bzw. bei Begehung einer vorsätzlichen Straftat oder einer vorsätzlich verschuldeten Ordnungswidrigkeit zuziehen, steht ihm Krankengeld für einen Kalendertag auf halber Höhe zu unabhängig davon, ob er Familienangehörige hat. Es besteht auch in dem Fall kein Anspruch auf Krankengeld, wenn dem Versicherten die vorübergehende Arbeitsunfähigkeit eintritt bzw. die Quarantäne während seines Ausbruchs aus der Haft- oder der Strafvollzugseinrichtung angeordnet wird.

Die Karenzfrist beträgt nach wie vor in der Regel 7 Kalendertage nach der Beendigung des Arbeitsverhältnis. Bei Frauen, deren Versicherung während der Schwangerschaft erlischt, beträgt die Karenzfrist für den Anspruch auf Mutterschaftsgeld 180 Kalendertage nach der Beendigung des Arbeitsverhältnis. Dauerte die Versicherung eine kürzere Zeit, beträgt die Karenzfrist auch bei diesen Frauen nur so viele Tage, wie lange die Versicherung dauerte. Die Karenzfrist ergibt sich aus der versicherten Tätigkeit des Beziehers von Alters- bzw. volle Invalidenrente, aus einer weiteren Beschäftigung, d.h. aus einer Beschäftigung nicht, wo der Arbeitnehmer eine Arbeit anstatt der Arbeit in einer anderen, die Versicherung begründenden Beschäftigung verrichtet und eine Arbeits- (Dienst-)befreiung für diese Zeit vereinbart hat und aus einer anderen, lediglich für die Zeit des Erholungsurlaubs in einer anderen Beschäftigung vereinbarten Beschäftigung. Darüber hinaus ergibt sich die Karenzzeit nicht aus einer geringfügigen Beschäftigung, aus einer vom Versicherten, der Schüler oder Student ist, vereinbarten Beschäftigung, wenn die Beschäftigungszeit ausschließlich in den Zeitraum der Schulferien oder Ferien fällt sowie im Fall, dass die Versicherung des Verurteilten während eines Ausbruchs vom Ort des Strafvollzugs verfällt.

e-Sick Leave (eNeschopenka)

As of 1st January 2020, the Czech Republic transitions from a paper-based system to an electronic system for processing Decisions on temporary incapacity to work, the e-Sick Leave (Act No 589/1992, on Social security and State employment policy premiums, and Act No 187/2006, on sickness insurance, as amended).

Note:

In the first 14 calendar days of temporary incapacity to work in accordance with the Labour Code, the employer pays the employee wage or salary compensation; from the 15th calendar day the sickness benefit (sickness insurance benefit) is paid by the competent District Social Security Administration (DSSA; in Czech OSSZ). In the case of self-employed persons, the DSSA pays sickness benefits from the 15th calendar day of the temporary incapacity to work.

More information (in Czech) at https://www.cssz.cz/web/cz/eneschopenka.

Exemption:

In the event of a system or internet failure, the attending physician shall issue a document on temporary incapacity to work through a paper form and send it to the appropriate DSSA, which will transfer the document to the CSSA electronic system.

 

Basic rules:

  • Communication between the physician and the CSSA/DSSA and between the employer and the CSSA/DSSA takes place electronically
  • The attending physician shall hand over to the sick insured person a printed Certificate of an insured person temporarily incapable to work, i.e. in paper form
  • e-Sick Leave newly consists of 3 parts:
    • Parts I. and III. are sent by the physician electronically upon the start or termination of temporary incapacity to work to the competent District Social Security Administration (DSSA)
    • Part II. is handed over to the insured person by the physician in paper form – Certificate of an  insured person temporarily incapable to work
       
  • The data in e-Sick Leave are the same as in the past: especially personal data on the insured person, including the Czech birth number (PIN); diagnosis – this information is not provided to the employer and can only be found on parts I. and III.; date of start and termination of temporary incapacity to work; medical check-ups; permission to go out; place of stay during incapacity to work; health service provider identification data; also the expected length of incapacity to work in the document for foreign  insured persons
  • The employee is obliged to inform his employer immediately (More…Information for employees / Self-employed persons)
  • The employer can obtain information about the temporary incapacity to work of its employees in several ways, one of which is the possibility to ask the CSSA to send a notification of the start of temporary incapacity to work (More…Information for employers)
  • The employer has certain obligations towards the CSSA after 14 days of temporary incapacity to work (More…Obligations of the employer)

Employees / Self-employed persons insured abroad and staying in the Czech Republic shall receive from the Czech physician:

  • Certificate of an insured person temporarily incapable to work;
    and
  • Confirmation of the duration of the temporary incapacity to work (for purpose of claiming a benefit abroad, the physician shall indicate the date of start of incapacity to work and the probable duration of the incapacity to work).

(More…Employees / Self-employed persons insured abroad and staying/living in the Czech Republic)

 

Information for employers:

The attending physician no longer issues a paper-based Certificate on temporary incapacity to work for the employer; the information is available electronically.

The employer is informed about the start of incapacity to work in two ways:

  1. The employee must immediately inform his or her employer about the obstacle at work (by phone, e-mail, SMS)
  2. Notification sent to the employer – only upon the employer’s request through the CSSA ePortal and after the employer has previously logged in to the CSSA ePortal. In this case, employers will receive automatic notifications whenever a physician decides on the start, duration and termination of temporary incapacity to work (More…Notification of temporary incapacity to work – CSSA ePortal)


Notification of temporary incapacity to work – CSSA ePortal (https://eportal.cssz.cz/)

(So far only in Czech, ePortal will be expanded to include the English version in 2020)

The employer must be logged in the CSSA ePortal (More …Login and access to the CSSA ePortal) and must activate notification services via the Request for sending / cancelling of sending information on temporary incapacity to work of employees.

The employer will first receive an unverified notification of the start/duration/termination of temporary incapacity to work. Once the event is processed in the CSSA systems, the information will be available on the CSSA ePortal and the employer will also receive a verified notification. Processing time varies depending on the accuracy of the reported data.

Notifications can be sent to the employer in two ways:

  1. to an e-mail address – the report contains only a general notification that new information about temporary incapacity to work of employees is available on the CSSA ePortal.
  2. to data box – the report contains all specific data on the employee’s temporary incapacity to work.

Information on temporary incapacity to work of employees

ePortal’s services offer the employer not only the detailed information on the temporary incapacity to work of each employée and a summary of all incapacitated employees, but also possibility to export this information to a PDF file signed with an electronic seal and the necessary interactive forms.

Login and access to CSSA ePortal:

Access to the services will be enabled based on the user’s identification through:

  1. the data box system https://www.datoveschranky.info/
  2. one of the resources within the National Identity Authority (NIA)

An employer may authorise its employee or other natural or legal person to use the CSSA ePortal. In the case of an authorisation of a legal person, it is necessary to notify to the DSSA/CSSA the natural person who will act on the legal person´s behalf.

An employer using payroll software can also take advantage of the new DZDPN service, which allow the employer to download information about temporary incapacity to work (TIW) directly into their software, which must be set up for the service and must include the necessary components.

More information in the Guide for employers and accounting companies.

 

Obligations of the employer

(More…. https://www.cssz.cz/web/eneschopenka/zakladni-informace-pro-zamestnavatele)

The employer is obliged to send to the District Social Security Administration (DSSA, in Czech OSSZ) in electronic form to the designated electronic address without delay after the first 14 days of temporary incapacity to work the following:

  • data for the calculation of sickness benefits and information on the method of payment of wage, salary or remuneration (in accordance with Section 97(2) of Act No 187/2006, on sickness insurance, as amended). The employer shall send these data via a form called Attachment to the application for benefit.

Information about the termination of temporary incapacity to work and data necessary for the payment of the last benefit shall be provided by the employer via a form called Employer / Voluntary Sickness insured person report form on termination of incapacity to work.

If they have any questions, employers / accountants can contact the competent DSSA.

 

Information for employees / self-employed persons

Employees / self-employed persons insured in the Czech sickness insurance system:

From 1st January 2020, the attending physician gives the sick insured person only a printed Certificate of an insured person temporarily incapable to work.

The certificate is used for records of further examinations at the physician’s office and remains with the insured person after the termination of incapacity to work. A sick insured person also proves his or her identity in the case of inspection of the regime prescribed by the physician.

The other documents relating to incapacity to work are sent electronically directly to the District Social Security Administration (DSSA, in Czech OSSZ), including the confirmation of the duration of the temporary incapacity to work.

  • The employee is obliged to inform the employer without delay (by e-mail, SMS, phone) that he or she has fallen ill and to observe the regime prescribed by the physician.

    The employee does not have to hand over any other documents to the employer during his or her illness. The sickness benefit (after 14 days of incapacity to work) is paid out in the same way the employer pays the employee his or her the usual wage or salary. All communication takes place between the physician, the DSSA and the employer.
     
  • The self-employed person is paid sickness benefits in the same way this person pays sickness insurance premiums.

    Newly, self-employed persons must fill in the form Report of employer/voluntarily sickness insurance insured person at the end of incapacity to work immediately after termination of temporary incapacity to work by a physician. (The form can also be picked up, filled in and submitted in person at a DSSA branch.). Without this report, the last sickness benefit cannot be paid. A self-employed person does not have to submit other documents during his or her illness.

 

Employees/Self-employed persons insured abroad and staying / living in the Czech Republic

A person who is insured with a foreign sickness insurance system and becomes ill in the Czech Republic receives the following two paper documents from the Czech attending physician on his/her first visit (start of temporary incapacity to work):

  • Certificate of an insured person temporarily incapable to work (Part II. of the Decision on temporary incapacity to work)

    and
     
  • Confirmation of the duration of the temporary incapacity to work, in which the physician indicates the date of start of the incapacity to work and the likely duration of the incapacity to work, as a rule, the next check-up with the physician. Confirmation of the duration of the temporary incapacity can be printed in two copies by the physician so that the patient has one for the employer and one for the foreign competent institution (e.g. the German health fund).

The insured person shall prove his or her temporary incapacity to work to employers/institutions abroad by the above two forms.

Thereafter, the physician shall at least once a month issue a Confirmation of the duration of the temporary incapacity to work.

The physician will electronically hand over the information about the start of temporary incapacity to work to the District Social Security Administration (DSSA) (Part I. of the Decision on temporary incapacity to work).

At the end of the incapacity to work in the Czech Republic, the physician shall issue electronically the Part III. of the Decision on temporary incapacity to work, which he or she shall send to the competent DSSA. The physician shall also record the data on the termination of the incapacity to work in the Certificate of an insured person temporarily incapable to work, which will remain with the insured person for the purposes of administration of his or her incapacity to work abroad.

 

2. Geldleistung in  Mutterschaft (im Weiteren nur „GM“)

Grundbedingung für den Anspruch auf eine Geldleistung während der Mutterschaft ist die Teilnahme an der Krankengeldversicherung (wenn z. B. ein versichertes ständiges Beschäftigungsverhältnis besteht) zum Zeitpunkt des Antritt des Mutterschaftsurlaubs. Unter „Antritt des Mutterschaftsurlaubs“ ist der Tag zu verstehen, den die Versicherte selbst be­stimmt, und zwar im Zeitraum ab Beginn der 8. bis 6. Woche vor dem erwarteten Tag der Niederkunft bzw. ab dem Tag der Niederkunft, zu der es vor Antritt des Mutterschaftsurlaubs gekommen ist. Wenn die Versicherte diesen Tag im genannten Zeitraum nicht selbst bestimmt, ist unter dem Tag des Antritts des Mutterschaftsurlaubs der Anfang der 6. Woche vor dem erwarteten Tag der Niederkunft zu verstehen. Anspruch auf Leistung hat auch eine Frau, die den Mutterschaftsurlaub nach Beendigung des Beschäftigungsverhältnisses innerhalb der Schutzfrist antritt. Die Schutzfrist bei Frauen, deren Versicherungsverhältnis (Beschäftigungsverhältnis) in der Zeit der Schwangerschaft endete, beträgt 180 Kalendertage ab dem Tag des Erlöschens der Versicherung; sollte das Versicherungsverhältnis jedoch kürzer gedauert haben, beträgt die Schutzfrist nur so viele Kalendertage, wie viele Tage das Versicherungsverhältnis gedauert hat. Sollte das Versicherungsverhältnis in der Zeit der Schwangerschaft nicht erloschen sein, beträgt die Schutzfrist 7 Kalendertage ab dem Tag des Erlöschens des Krankengeldversicherungsverhältnisses (sofern dieses Verhältnis wenigstens während dieser Zeit bestand). Aus einigen versicherten Tätigkeiten (z. B. der Arbeitsvereinbarung bzw. einer geringfügigen Beschäftigung) ergibt sich jedoch keine Schutzfrist.

Die andere Anspruchsbedingung für diese Leistung ist die Mitgliedschaft in einer Krankengeldversicherung über mindestens 270 Kalendertage in den zwei letzten Jahren vor dem MG-Antritt.

In die Dauer der Teilnahme an der Krankengeldversicherung für den Anspruch auf die Geldleistung in Mutterschaft werden auch Zeiten des Mittel-, Fachhoch- oder Hochschulstudiums eingerechnet, die für die Zwecke der Rentenversicherung als systematische Berufsausbildung gilt, wenn der Anfang der sechsten Woche vor dem erwarteten Geburtstermin in den Zeitraum von 270 Kalendertagen ab Zeitpunkt des erfolgreichen Abschlusses des Studiums fällt oder die Pflegeübernahme des Kindes im Zeitraum von 270 Tagen ab dem Zeitpunkt des erfolgreichen Abschlusses des Studiums erfolgte. Auch die Dauer des Bezugs der vollen Invalidenrente wird eingerechnet, wenn diese Rente entzogen wurde und die versicherte Tätigkeit und die Zeit der Versicherungsunterbrechung nach dem Rentenentzug entstanden, ggf. fortbestanden sind.

Die GM-Unterstützungszeit beginnt mit dem GM-Antritt (spätestens jedoch am Anfang der 6. Woche vor dem erwarteten Geburtstermin) und beträgt 28 Wochen bei Versicherten, die ein Kind entbinden, und zwar auch dann, wenn es sich um eine unverheiratete, verwitwete, geschiedene oder aus anderen wesentlichen Gründen allein stehende Arbeitnehmerin handelt. Bei Versicherten, die zugleich zwei oder mehrere Kinder entbinden, beträgt die Unterstützungszeit 37 Wochen, wobei das GM nach dem Ablauf von 28 Wochen der Unterstützungszeit nur dann zusteht, wenn die Versicherte mindestens zwei dieser Kinder weiterhin betreut. Bei einem Versicherten, der ein Kind in seine Pflege nimmt (auf Grund einer Entscheidung einer entsprechenden Behörde, wegen Ablebens bzw. langfristiger schwerer Erkrankung der Mutter des Kindes, oder auf Grund einer Vereinbarung laut diesem Vertrag), beträgt die Unterstützungszeit 22 Wochen. Betreut dieser Versicherte zwei oder mehrere Kinder zugleich, beträgt die Unterstützungszeit 31 Wochen, wobei das GM nach dem Ablauf von 22 Wochen der Unterstützungszeit nur dann zusteht, wenn dieser Versicherte mindestens zwei dieser Kinder weiterhin betreut.

Ein GM-Anspruch besteht auch bei Versicherten, der Vater des Kindes oder Ehegatte der Frau ist, die das Kind entbunden hat, wenn er eine schriftliche Vereinbarung mit der Mutter des Kindes abgeschlossen hat, dass er das Kind betreuen wird. Die Vereinbarung muss gesetzliche Erfordernisse enthalten und ist mit der Wirkung für die Zeit frühestens ab dem Anfang der 7. Woche nach der Geburt des Kindes abzuschließen.

Die GM-Höhe ab dem ersten Kalendertag beträgt 70 % der Tagesbemessungsgrundlage pro Kalendertag.

 

3. Väterliche Fürsorge nach der Geburt des Kindes - Vaterschaftsbeihilfe

Ab dem 1. Februar 2018 wird aus der Krankenversicherung neu ein Betrag für die väterliche Fürsorge (Vaterschaftsbeihilfe) ausgezahlt. Ein Anspruch auf Vaterschaftsbeihilfe entsteht ab dem 1. Februar 2018 auch in den Fällen, in denen das Kind in einem Zeitraum von 6 Wochen vor diesem Datum, das heißt am 21. Dezember 2017 oder später geboren wurde.

Die Grundbedingung für den Anspruch auf Vaterschaftsbeihilfe ist die Teilnahme an der Versicherung (das heißt zum Beispiel das Bestehen einer versicherten Beschäftigung) zum Zeitpunkt des Antritts des Vaterschaftsurlaubs. Anspruch auf Vaterschaftsbeihilfe hat ein Versicherter, der sich um ein Kind kümmert, dessen Vater er ist, oder ein Versicherter (Mann und Frau), der sich um ein Kind auf der Grundlage einer Entscheidung des zuständigen Organs als Pflegevater / Pflegemutter kümmert, sofern das Kind zum Tag der Entstehung des Pflegeverhältnisses das Alter von 7 Jahren nicht erreicht hat.

Die Vaterschaftsbeihilfe wird nur dann ausgezahlt, wenn der Vaterschaftsurlaub innerhalb von 6 Wochen ab dem Tag der Geburt des Kindes oder ab dem Tag der Aufnahme des Pflegekindes angetreten wird.

Im Falle der Betreuung desselben Kindes steht die Vaterschaftsbeihilfe nur einem der Berechtigten zu. Die Vaterschaftsbeihilfe wird auch dann nur einmal an den Berechtigten ausgezahlt, wenn der Versicherte mehrere an demselben Tag geborene Kinder oder mehrere Pflegekinder, die er zu demselben Zeitpunkt aufgenommen hat, betreut.

Die Förderungsdauer (Dauer der Gewährung der Beihilfe) beträgt 7 Kalendertage und beginnt mit dem Antritt des Vaterschaftsurlaubs. Der Antritt des Vaterschaftsurlaubs erfolgt an dem Tag, den der Versicherte in einem Zeitraum von 6 Wochen ab der der Geburt des Kindes oder ab dem Tag der Aufnahme des Pflegekindes bestimmt. Der Vaterschaftsurlaub muss am Stück in Anspruch genommen werden.

Die Höhe der Vaterschaftsbeihilfe beträgt 70 % der reduzierten Tagesbemessungsgrundlage pro Kalendertag.

Die Tagesbemessungsgrundlage wird bei der Vaterschaftsbeihilfe so ermittelt, dass die anrechnungsfähigen Einkünfte (das heißt sämtliche Einkünfte, die der Entrichtung von Sozialversicherungsbeiträgen und des Beitrags zur staatlichen Beschäftigungspolitik unterliegen; am häufigsten wird es sich um das komplette Bruttogehalt für die Kalendermonate handeln), verrechnet in der maßgebenden Zeitspanne (in der Regel einer Zeitspanne von 12 Kalendermonaten vor dem Kalendermonat, in dem der Arbeitnehmer den Vaterschaftsurlaub angetreten hat), durch die Anzahl der „aufrechnungsfähigen“ Kalendertage geteilt werden, die auf diese maßgebende Zeitspanne entfallen.

Die auf diese Weise berechnete Tagesbemessungsgrundlage unterliegt einer Reduzierung, die bei Vaterschaftsbeihilfe so durchzuführen ist, dass der Betrag bis zur ersten Reduzierungsgrenze zu 100 % berechnet wird, vom Betrag oberhalb der ersten Reduzierungsgrenze bis zur zweiten Reduzierungsgrenze werden 60 % berechnet, vom Betrag oberhalb der zweiten Reduzierungsgrenze bis zu dritten Reduzierungsgrenze werden 30 % berechnet und Beträge oberhalb der dritten Reduzierungsgrenze werden nicht berücksichtigt. Die Höhe der ab dem 01.01. des jeweiligen Kalenderjahres gültigen Reduzierungsgrenzen wird vom Ministerium für Arbeit und Soziales in der Gesetzessammlung durch eine Bekanntgabe verkündet.

Den Antrag auf Vaterschaftsbeihilfe stellen Arbeitnehmer in derselben Art und Weise wie bei den übrigen Krankenversicherungsleistungen über ihren Arbeitgeber. Selbständig erwerbstätige Personen reichen den Antrag direkt bei der Sozialversicherungsverwaltung des Kreises (OSSZ) ein, bei der sie registriert sind.

 

4. Pflegegeld

Einen Anspruch auf das Pflegegeld hat ein Arbeitnehmer, der nicht arbeiten kann, da er ein krankes Haushaltsmitglied betreuen oder für ein gesundes Kind, das jünger als 10 Jahre ist, sorgen muss, weil eine Schul- bzw. Kindereinrichtung geschlossen wurde (wegen Havarie, Seuche, anderer unvorhersehbarer Umstände), dem Kind eine Quarantäne angeordnet wurde, oder die das Kind anderenfalls pflegende Person selbst erkrankt ist.

Die Bedingung für das Pflegegeld lautet, dass die gepflegte Person mit dem Arbeitnehmer in einem Haushalt lebt; dies gilt nicht im Falle, dass ein Kind von unter 10 J. von einem Elternteil gepflegt oder betreut wird.

Der Arbeitnehmer hat keinen Anspruch auf Pflegegeld f wegen Behandlung oder Pflege eines Kindes, wenn eine natürliche Person einen Anspruch auf die Zahlung der Geldleistung in Mutterschaft auf Grund der Betreuung dieses Kindes oder einen Anspruch auf Elternbeihilfe hat; dies gilt nicht, wenn diese Person erkrankt ist, einen Unfall erlitten hat, bei ihr gesetzliche Situationen eingetreten sind, ein Kind entbunden oder Quarantäne angeordnet wurde, und die Person das Kind demzufolge nicht betreuen kann.

In demselben Betreuungsfall steht Pflegegeld  nur einmal und lediglich einem der Berechtigten oder beiden Berechtigten nacheinander zu, wenn sie sich in demselben Betreuungs- (Pflege-)fall abwechseln. Die Ablösung ist nur einmal möglich.

Die Unterstützungszeit beträgt höchstens 9 Kalendertage. Handelt es sich um einen allein stehenden Arbeitnehmer, der mindestens ein schulpflichtiges Kind im Alter bis 16 Jahre dauerhaft pflegt, beträgt die Unterstützungszeit höchstens 16 Kalendertage.

Der Ablauf der Unterstützungszeit bei dem Pflegegeld  ruht während der stationären Behandlung der gepflegten Person in einer medizinischen Einrichtung.

Die Höhe des Pflegegelds ab dem ersten Kalendertag beträgt 60 % der Tagesbemessungsgrundlage pro Kalendertag.

Hinsichtlich des Charakters der ausgeübten Tätigkeit besteht der Krankengeldanspruch bei bestimmten Versichertengruppen (z.B. Arbeitnehmer mit geringfügiger Beschäftigung) nicht.

 

5. Langfristiges  Pflegegeld

Seit dem 1. Juni 2018 wird aus der Krankenversicherung in der Tschechischen Republik eine neue Geldleistung der Krankenversicherung erbracht: das langfristige Pflegegeld.

Einen Anspruch auf langfristiges Pflegegeld hat der Versicherte, der eine Person pflegt, die langfristig in häuslicher Umgebung gepflegt werden muss und keiner Beschäftigung nachgeht, von der das langfristige Pflegegeld zusteht. Es wird gefordert, dass die pflegebedürftige Person dem Versicherten auf dem vorgeschriebenen Formular eine schriftliche Zustimmung zur langfristigen Pflege erteilt.

Der Versicherte ist:

  • a) der Ehemann (die Ehefrau) der pflegebedürftigen Person oder der registrierte Partner (ihre registrierte Partnerin) der pflegebedürftiger Person, oder
  • b) ein Verwandter der pflegebedürftigen Person in direkter Linie oder ihr Geschwister, der Schwiegervater, die Schwiegermutter, die Schwiegertochter, der Schwiegersohn, die Nichte, der Neffe, die Tante oder der Onkel
  • c) der Ehemann (die Ehefrau), der registrierte Partner (die registrierte Partnerin) oder Lebenspartner (Lebenspartnerin) der in Lit. b) angeführten natürlichen Person, oder
  • d) der Lebenspartner (die Lebenspartnerin) der pflegebedürftigen Person oder eine andere natürliche Person, die mit der pflegebedürftigen Person in einem Haushalt lebt.

Die pflegebedürftige Person ist eine natürliche Person, bei der ein Gesundheitsschaden vorliegt, der eine Hospitalisierung erforderte, bei der die pflegebedürftige Person mindestens für die Dauer von 7 aufeinander folgenden Kalendertagen medizinisch versorgt wurde. Es darf sich dabei jedoch um keine akute Behandlung in der Bettenabteilung handeln, die bei der pflegebedürftigen Person zwecks medizinischer Behandlung erfolgt, die nicht ambulant durchgeführt werden kann. Des Weiteren ist es erforderlich, dass der Gesundheitszustand der pflegebedürftigen Person nach der Entlassung aus der Hospitalisierung in die häusliche Umgebung eine langfristige Pflege zumindest für die Dauer von 30 Kalendertagen erfordert.

Bei Erfüllung der vorgenannten Bedingungen entscheidet der behandelnde Arzt der medizinischen Einrichtung mit Bettenabteilung über die Entstehung eines langfristigen Pflegebedarfs und er stellt das vorgeschriebene Formular „Entscheidung über die Notwendigkeit einer langfristigen Pflege“ (nachfolgend „RPDP“) aus, und zwar auf Wunsch der pflegebedürftigen Person, ihres gesetzlichen Vertreters, ihres Betreuers oder einer von der pflegebedürftigen Person benannten Person. Das Formular besteht aus drei Teilen. Der behandelnde Arzt der medizinischen Einrichtung mit Bettenabteilung:

  • leitet den ausgefüllten I. Teil von RPDP an die Kreis-Sozialversicherungsverwaltung weiter, die gemäß dem Sitz der medizinischen Einrichtung mit Bettenabteilung zuständig ist, und die entscheidet über den Anspruch auf langfristiges Pflegegeld,
  •  übergibt den II. und III. Teil von RPDP am Tag der Entlassung aus der Hospitalisierung der pflegebedürftigen Person, ggf. dem gesetzlichen Vertreter der pflegebedürftigen Person, dem Betreuer der pflegebedürftigen Person oder der von der pflegebedürftigen Person benannten Person.

Die pflegebedürftige Person, ihr gesetzlicher Vertreter, Betreuer oder die von der pflegebedürftigen Person benannten Person hat bei der ersten Kontrolle des Gesundheitszustands beim behandelnden Arzt der medizinischen Einrichtung mit ambulanten Diensten den II. Teil von RPDP vorzulegen, der ihr bei der Beendigung der Hospitalisierung ausgehändigt wurde. Der letzte, III. Teil des Formulars RPDP dient den pflegenden Personen zur Belegung des Bedarfs der langfristigen Pflege.

Mindestens einmal pro Monat bestätigt der behandelnde Arzt der medizinischen Einrichtung mit ambulanten Diensten für die Zwecke der Auszahlung des langfristigen Pflegegeldes die Dauer des Bedarfs der langfristigen Pflege auf dem Formular „Bestätigung über das Fortbestehen der Pflegebedürftigkeit/Entscheidung über das Ende der langfristigen Pflegebedürftigkeit“. Der behandelnde Arzt der medizinischen Einrichtung mit ambulanten Diensten entscheidet über das Ende der langfristigen Pflegebedürftigkeit, wenn:

  • die Zeitspanne der Unterstützung von 90 Kalendertagen ab dem Tag der Entstehung der langfristigen Pflegebedürftigkeit abgelaufen ist, das heißt ab dem Tag, an dem entschieden wurde, dass langfristiger Pflegebedarf vorliegt,
  • er während der Zeitspanne der Unterstützung durch eine Untersuchung feststellt, dass der Gesundheitszustand der pflegebedürftigen Person keine weitere langfristige Pflege erfordert, und zwar zu dem Tag, an dem er diese Tatsache festgestellt hat, oder spätestens am dritten Kalendertag nach dieser Untersuchung, oder
  • wenn die pflegebedürftige Person während der Zeitspanne der Unterstützung nicht zum festgelegten Termin zur Kontrolle des Fortbestehens des langfristigen Pflegebedarfs erscheint oder wenn sich die pflegebedürftige Person der Kontrolle des Gesundheitszustands in der benannten medizinischen Einrichtung nicht unterzieht, ohne die Existenz von wichtigen Gründen nachzuweisen, die sie daran gehindert haben, zu dieser Kontrolle oder Untersuchung zu erscheinen, und zwar zum Tag der Kontrolle oder der Untersuchung.

Der behandelnde Arzt der medizinischen Einrichtung mit ambulanten Diensten vermerkt bei der Entscheidung über das Ende der langfristigen Pflegebedürftigkeit das Datum, zu dem der langfristige Pflegebedarf endet, sowie das Datum der Entscheidung, und zwar im II. Teil von RPDP und er übersendet diesen Teil II. an die Kreis-Sozialversicherungsverwaltung, die gemäß dem Sitz der medizinischen Einrichtung mit ambulanten Diensten zuständig ist, und dies spätestens am 3 Werktag nach dem Tag, an dem die Entscheidung ausgestellt wurde.

Nach der Entscheidung übergibt der behandelnde Arzt der medizinischen Einrichtung mit ambulanten Diensten das betreffende Formular auch der pflegebedürftigen Person, ggf. dem gesetzlichen Vertreter, Betreuer oder der von der pflegebedürftigen Person benannten Person.

Die grundlegende Bedingung für die Entstehung des Anspruchs auf langfristiges Pflegegeld ist die Beteiligung an der Versicherung (z. B. eine versicherte Beschäftigung), diese Bedingung muss mindestens für die Dauer von 90 Kalendertagen in den letzten 4 Monaten erfüllt sein, die dem Tag der Entstehung der langfristigen Pflegebedürftigkeit oder dem Tag der ersten Übernahme dieser Pflege unmittelbar vorangegangen sind. Wenn der Anspruch auf langfristiges Pflegegeld aus mehreren Versicherungen geltend gemacht wird, muss diese Bedingung der Teilnahme an der Versicherung bei jeder dieser Versicherungen erfüllt sein.

Im Falle der langfristigen Pflege derselben pflegebedürftigen Person steht das langfristige Pflegegeld nur einmal und nur einem der Berechtigten oder schrittweise mehreren Berechtigten zu, wenn sich diese Personen bei derselben langfristigen Pflege abwechseln. Es ist auch wiederholt möglich, dass sich diese Personen abwechseln.

Die Dauer der Unterstützung (Dauer der Auszahlung des Pflegegelds) beträgt maximal 90 Kalendertage und diese Zeitspanne beginnt am ersten Tag der Entstehung des langfristigen Pflegebedarfs.

Das langfristige Pflegegeld beträgt 60 % der reduzierten täglichen Bemessungsgrundlage pro Kalendertag.

Die tägliche Bemessungsgrundlage wird beim langfristigen Pflegegeld so berechnet, dass die anrechnungsfähigen Einkünfte (das heißt sämtliche Einkünfte, die der Entrichtung von Sozialversicherungsbeiträgen und des Beitrags zur staatlichen Beschäftigungspolitik unterliegen; am häufigsten wird es sich um die Summe des Bruttogehalts pro Kalendermonat handeln), die in der maßgebenden Zeitspanne verbucht wurden (in der Regel die Zeitspanne von 12 Monaten vor dem Kalendermonat, in dem die langfristige Pflegebedürftigkeit entstanden ist, oder zum Tag der ersten Übernahme der langfristigen Pflege, wenn es sich um einen Versicherten handelt, der die langfristige Pflege übernommen hat), durch die Anzahl der „anrechnungsfähigen“ Kalendertagen geteilt werden, die auf diese maßgebende Zeitspanne entfallen.

Die auf diese Weise festgelegte Bemessungsgrundlage unterliegt einer Reduzierung, die beim langfristigen Pflegegeld so vorgenommen wird, dass der Betrag bis zur ersten Reduzierungsgrenze zu 90 % berücksichtigt wird, vom Betrag oberhalb der ersten Reduzierungsgrenze bis zur zweiten Reduzierungsgrenze werden 60 % berücksichtigt, vom Betrag oberhalb der zweiten Reduzierungsgrenze bis zur dritten Reduzierungsgrenze werden 30 % berücksichtigt und der Betrag oberhalb der dritten Reduzierungsgrenze wird nicht berücksichtigt. Die Höhe der Reduzierungsgrenze, die ab dem 1.1. des Kalenderjahres gültig sind, verkündet das Ministerium für Arbeit und Sozialwesen durch eine Mitteilung in der Gesetzessammlung.

Die Reduzierungsgrenze beträgt ab dem 01.01.2021:

  1. Reduzierungsgrenze                1 182 CZK
  2. Reduzierungsgrenze                1 773 CZK
  3. Reduzierungsgrenze                3 545 CZK

Eine Schutzfrist wurde für das langfristige Pflegegeld nicht festgelegt.  

Dem Versicherten kann ein Anspruch auf weiteres langfristiges Pflegegeld frühestens nach Ablauf von 12 Monaten ab dem Tag entstehen, an dem er zuletzt bei derselben langfristigen Pflegebedürftigkeit Anspruch auf Auszahlung des langfristigen Pflegegeldes hatte.

Den Antrag auf langfristiges Pflegegeld stellen Arbeitnehmer in derselben Art und Weise wie bei anderen Entgeltersatzleistungen der Krankenversicherung, auf dem vorgeschriebenen Formular RPDP, über den Arbeitgeber. Selbständig erwerbstätige Personen reichen den Antrag direkt bei der zuständigen Kreis-Sozialversicherungsverwaltung ein.

Für die Auszahlung des langfristigen Pflegegeldes muss das Fortbestehen des langfristigen Pflegebedarfs bescheinigt werden, und zwar durch Bestätigung des behandelnden Arztes auf der Bestätigung über das Fortbestehen der Pflegebedürftigkeit/Entscheidung über das Ende der langfristigen Pflegebedürftigkeit, die die pflegende Person 1x pro Monat ihrem Arbeitgeber vorlegt; selbständig erwerbstätige Personen legen dieses Dokument der zuständigen Kreis-Sozialversicherungsverwaltung vor.

Nähere Informationen sind in tschechischer Sprache unter /web/cz/dlouhodobe-osetrovne zu finden.

 

6. Nachteilausgleich in Schwangerschaft und Mutterschaft  

Ein Nachteilausgleich in Schwangerschaft und Mutterschaft   wird einer Arbeitnehmerin gewährt, die auf Grund der Schwangerschaft und der Mutterschaft vorübergehend auf einen anderen Arbeitsplatz versetzt wurde und aus diesem Grund ohne eigenes Verschulden eine geringere Entlohnung erhält. Die Leistung wird einer schwange­ren Mitarbeiterin oder einer Mutter bis zum Ende des 9. Monats nach der Niederkunft ge­währt, sofern sie eine Arbeit ausgeübt hat, die diesen Frauen verboten ist. Das gilt auch für eine Arbeitnehmerin, die ihre bisherige Arbeit nicht ausüben kann, weil ihre Schwangerschaft, ihre Mutterschaft oder das Stillen nach ärztlichem Be­fund dadurch gefährdet sind. Geleis­tet wird der Ausgleich für die Kalendertage, an denen die Versetzung auf einen anderen Arbeits­platz andauerte. Eine schwangere Arbeitnehmerin erhält diese Leistung höchstens bis zum Beginn der sechsten Woche vor dem erwarteten Tag der Niederkunft. Auf Grund der Mutterschaft erfolgt die Zahlung des Lohnausgleichs bis Ende des 9. Monats nach der Niederkunft und bei stillenden Frauen während der Dauer der Stillzeit.