ČESKÁ SPRÁVA SOCIÁLNÍHO ZABEZPEČENÍ

Altersrente


Bedingung für den Anspruch auf Altersrente ist die notwendige Versicherungszeit und das fest­ge­legte Lebensalter (d.h. das Renteneintrittsalter bzw. das davon abgeleitete Alter oder das Alter von 65 Jahren).

Die Rechtsregelung unterscheidet neben dem Anspruch auf Regelaltersrente vor Erreichen des Renteneintritts­alters von 65 Jahren (Vorruhestandsrente) (§ 32 RVG) Altersrentenansprüche nach folgenden Bestimmungen:  

  • Best. § 29 Abs. 1 RVG (Regelaltersrente bei Erreichen des Renteneintrittsalters),
  • Best. § 29 Abs. 2 RVG (sog. „anteilige“ Altersrente),
  • Best. § 29 Abs. 3 RVG (Regelaltersrente bei Erreichen von 30 Versicherungsjahren) und
  • Best. § 29 Abs. 4 RVG (Regelaltersrente bei Erfüllung der Bedingungen für den Anspruch auf Erwerbs­minderungsrente (Invalidenrente)).

 

 

Rentenalter

a) bei vor 1936 geborenen Versicherten

Für diesen Personenkreis beträgt das Renteneintrittsalter für Männer 60 Jahre.

Das Renteneintrittsalter für Frauen ist folgendermaßen differenziert:

  • 53 Jahre, wenn sie mindestens 5 Kinder großgezogen haben
  • 54 Jahre, wenn sie mindestens 3 oder 4 Kinder großgezogen haben
  • 55 Jahre, wenn sie mindestens 2 Kinder großgezogen haben
  • 56 Jahre, wenn sie mindestens 1 Kind großgezogen haben
  • 57 Jahre bei kinderlosen Frauen

b) bei zwischen 1936 und 1971 geborenen Versicherten

Geburtsjahr Renteneintrittsalter
(Jahre + Monate)
Frauen gemäß Anzahl der großgezogenen Kinder

 

Männer   0   1   2 3 - 4 5 und mehr

1936

1937

1938

1939

1940

1941

1942

1943

1944

1945

1946

1947

1948

1949

1950

1951

1952

1953

1954

1955

1956

1957

1958

1959

1960

1961

1962

1963

1964

1965

1966

1967

1968

1969

1970

1971

60+2

60+4

60+6

60+8

60+10

  61

61+2

61+4

61+6

61+8

61+10

  62

62+2

62+4

62+6

62+8

62+10

  63

63+2

63+4

63+6

63+8

63+10

  64

64+2

64+4

64+6

64+8

64+10

  65

  65

  65

  65

  65

  65

  65

  57

  57

  57

57+4

57+8

  58

58+4

58+8

  59

59+4

59+8

  60

60+4

60+8

  61

61+4

61+8

  62

62+4

62+8

63+2

63+8

63+10

  64

64+2

64+4

64+6

64+8

64+10

  65

  65

  65

  65

  65

  65

  65

  56

  56

  56

  56

56+4

56+8

  57

57+4

57+8

  58

58+4

58+8

  59

59+4

59+8

  60

60+4

60+8

  61

61+4

61+8

62+2

62+8

63+2

63+8

64+2

64+6

64+8

64+10

  65

  65

  65

  65

  65

  65

  65

  55

  55

  55

  55

  55

55+4

55+8

  56

56+4

56+8

  57

57+4

57+8

  58

58+4

58+8

  59

59+4

59+8

  60

60+4

60+8

61+2

61+8

62+2

62+8

63+2

63+8

64+2

64+8

  65

  65

  65

  65

  65

  65

  54

  54

  54

  54

  54

  54

54+4

54+8

  55

55+4

55+8

  56

56+4

56+8

  57

57+4

57+8

  58

58+4

58+8

  59

59+4

59+8

60+2

60+8

61+2

61+8

62+2

62+8

63+2

63+8

64+2

64+8

  65

  65

  65

  53

  53

  53

  53

  53

  53

  53

53+4

53+8

  54

54+4

54+8

  55

55+4

55+8

  56

56+4

56+8

  57

57+4

57+8

  58

58+4

58+8

59+2

59+8

60+2

60+8

61+2

61+8

62+2

62+8

63+2

63+8

64+2

64+8

 

c) bei nach 1971 geborenen Versicherten  

- Das Renteneintrittsalter ist 65 Jahre.

d) bei Versicherten, die die vorgeschriebene Versicherungszeit an einem in die Arbeits­kategorie I gehörenden Arbeitsplatz gearbeitet haben sowie Teilnehmer am Widerstand  

- Das Renteneintrittsalter bleibt unverändert. Für diese Versichertengruppen gilt auch künftig das vor dem 1. Januar 1996 festgelegte Renteneintrittsalter.  

 

Versicherungszeit

Altersrente bei Erreichen des Renteneintrittsalters (§ 29 Abs. 1 RVG)

Die erforderliche Versicherungszeit verlängert sich stufenweise in Abhängigkeit vom Renteneintritts­alter bzw. dem Lebensalter des Versicherten. Die den Anspruch auf Altersrente gemäß Best. § 29 Abs. 1 RVG begründende Mindestversicherungszeit beträgt:

Erreichen des Renteneintrittsalters im Kalenderjahr Mindestversicherungszeit
Vor 2010 25 Jahre
 2010 26 Jahre
 2011 27 Jahre
 2012 28 Jahre
 2013 29 Jahre
 2014 30 Jahre
 2015 31 Jahre
 2016 32 Jahre
 2017 33 Jahre
 2018 34 Jahre
nach 2018 35 Jahre

Zur Ermittlung der Mindestversicherungszeit ist ausschließlich das Kalenderjahr entscheidend, in dem der Versicherte das Rentenalter erreicht. Einem Versicherten, der zum Tag der Erreichung des Ren­tenalters nicht die erforderliche Mindestversicherungszeit erreicht hat, kann zu diesem Tag die Altersrente nicht zuerkannt werden. Zur Zuerkennung der Rente kann es eventuell erst ab einem späteren Datum kommen, an dem er die erforderliche Versicherungszeit erreicht hat.  

Sog. „anteilige“ Altersrente (§ 29 Abs. 2 RVG)

Sollte dem Versicherten kein Rentenanspruch nach § 29 Abs. 1 entstanden sein, entsteht ihm ein Rentenanspruch gemäß Best. § 29 Abs. 2 RVG, sofern er folgende Mindestversiche­rungszeit erreicht hat:

  • 15 Jahre und wenn er vor 2010 ein Lebensalter von mindestens 65 Jahren erreicht hat,
  • 16 Jahre und wenn er 2010 ein mindestens 5 Jahre höheres Lebensalter erreicht hat, als es als Renteneintrittsalter nach § 32 RVG für Männer des gleichen Geburtsdatums festgelegt ist,
  • 17 Jahre und wenn er 2011 ein mindestens 5 Jahre höheres Lebensalter erreicht hat, als es als Renteneintrittsalter nach § 32 RVG für Männer des gleichen Geburtsdatums festgelegt ist,  
  • 18 Jahre und wenn er 2012 ein mindestens 5 Jahre höheres Lebensalter erreicht hat, als es als Renteneintrittsalter nach § 32 RVG für Männer des gleichen Geburtsdatums festgelegt ist,
  • 19 Jahre und wenn er 2013 ein mindestens 5 Jahre höheres Lebensalter erreicht hat, als es als Renteneintrittsalter nach § 32 RVG für Männer des gleichen Geburtsdatums festgelegt ist,
  • 20 Jahre und wenn er nach 2013 ein mindestens 5 Jahre höheres Lebensalter erreicht hat, als es als Renteneintrittsalter nach § 32 RVG für Männer des gleichen Geburtsdatums festgelegt ist.

Altersrente bei Erreichen von 30 Versicherungsjahren (§ 29 Abs. 3 RVG)

Der Rentenanspruch entsteht einem Versicherten, der nach 2014 das Renteneintrittsalter und mindestens 30 Versicherungsjahre erreicht hat, sofern er nicht die Bedingun­gen § 29 Abs.1 RVG erfüllt; in diese Versicherungszeit wird in diesem Fall jedoch nicht die Ver­sicherungsersatzzeit inbegriffen.

Altersrente bei Erfüllung des Anspruchs auf Erwerbsminderungsrente ( § 29 Abs. 4 RVG)

Ein Versicherter, der ein Lebensalter von 65 Jahren erreicht, aber die für die Altersrente ge­mäß Best. § 29 Abs. 1, 2 oder 3 RVG erforderliche Versicherungszeit nicht erreicht hat, hat einen Anspruch auf Altersrente, falls er (ohne Rücksicht auf die Erwerbsunfähigkeitsstufe) er­werbsunfähig ist und die für den Anspruch auf Erwerbsminderungsrente erforderliche Versicherungs­zeit erreicht hat oder wenn er infolge eines Arbeitsunfalls erwerbsunfähig wurde.

Die Zuerkennung einer Rente gemäß Best. § 29 Abs. 4 RVG ist kein Hindernis für die Entstehung des Altersrentenanspruchs gemäß Best. § 29 Abs. 1, 2, 3 RVG.

 

Altersrentenhöhe

Höhe der gemäß Best. § 29 Abs. 1, 2, 3 RVG zuerkannten Altersrente

Die Ermittlung der Altersrentenhöhe von Versicherten, die die Höhe der prozentuellen Rentenbemes­sung durch Ausübung einer Erwerbstätigkeit nach dem Rentenanspruch nicht erhöhen, bleibt unver­ändert. Im Jahre 2021 beträgt die Höhe der Grundrente 3 550 CZK und die Höhe der prozentualen Rente 1,5 % der Bemessungsgrundlage für jedes vollständige Jahr der Versicherungszeit, mindestens jedoch 770 CZK monatlich.

Höhe der gemäß § 29 Abs. 4 RVG zuerkannten Altersrente

Die Höhe des Prozentsatzes dieser Rente wird auf die gleiche Weise ermittelt wie die Höhe des Pro­zentsatzes der Erwerbsminderungsrente und beträgt für jedes vollständige Jahr der Versicherungszeit:

  • 0,5 % der Bemessungsgrundlage bei Erwerbsunfähigkeitsstufe I,
  • 0,75 % der Bemessungsgrundlage bei Erwerbsunfähigkeitsstufe II,
  • 1,5 % der Bemessungsgrundlage bei Erwerbsunfähigkeitsstufe III.

Die Höhe der Grundrente dieses Altersrententyps beträgt im Jahre 2021 monatlich 3 550 CZK, die Höhe der prozentualen Rente darf nicht weniger als 770 CZK monatlich betragen.

Auch für den Fall, dass es beim Bezieher dieser Rente zur Änderung der Erwerbsunfähigkeitsstufe kommt, wird die Altersrente nicht neu berechnet und sie wird auch weiter in der gleichen Höhe ausge­zahlt.

Die Erwerbsminderungsrente wird für die Zeit der Ausübung einer Erwerbstätigkeit nach Entstehen des Anspruchs auf diese Rente nicht erhöht.  

Gleichzeitigkeit der Auszahlung von Altersrente gemäß Best. § 29 RVG und des Einkom­mens aus Erwerbstätigkeit

Seit dem 31.12.2009 kann ein Versicherter nach Zuerkennung der Altersrente gemäß Best. § 29 RVG arbeiten und gleichzeitig die Rente in voller Höhe ungeachtet dessen beziehen, welche Erwerbstätigkeit und in welchem Umfang er sie ausübt. Außer dieser Möglichkeit kann der Rentenbezieher aufgrund seines Antrags bei Ausübung einer Erwerbstätigkeit die Auszahlung der Altersrente in halber Höhe stellen.  

 

 

Bedingungen für den Anspruch auf Vorruhestandsrente

Die zu erfüllende Grundbedingung ist das Erreichen der notwendigen Versicherungszeit im Ein­klang mit den Bestimmungen § 29 Abs. 1 oder 3 RVG. Der Anspruch auf diese Rente entsteht in Abhängigkeit vom erreichten Rentenalter:

  • Beträgt das Rentenalter des Versicherten mindestens 63 Jahre, entsteht dieser Anspruch frühes­tens mit dem Erreichen eines Alters von 60 Jahren oder  
  • Falls das Rentenalter des Versicherten weniger als 63 Jahre beträgt, entsteht der Anspruch auf Vorruhestandsrente erst von dem Tag an, von dem an bis zur Erreichung des Rentenalters höchstens drei Jahre fehlen.

Auch künftig gilt, dass diese Rente frühestens von dem Tag der Beantragung dieser Rente zuerkannt werden kann, wobei als Tag der Entstehung dieses Anspruchs der Tag betrachtet wird, von dem an diese Rente zuerkannt wird. Im Fall der Zuerkennung der Vorruhestandsrente entsteht kein Anspruch auf Regelaltersrente gemäß Bestimmungen § 29 RVG.

 

Umwandlung der vollen oder teilweisen Erwerbsminderungsrente (Invalidenrente) in Regelaltersrente und deren Höhe

Bedingungen für die Umwandlung:

1) Bezug der vollen oder teilweisen Erwerbsminderungsrente und Erreichen eines Alters von 65 Jahren vor dem 1.1.2010

  • Hat der Bezieher einer vollen oder teilweisen Erwerbsminderungsrente das Alter von 65 Jahren vor dem 1.1.2010 erreicht, erlöscht sein Anspruch auf diese volle oder teilweise Erwerbsmin­derungsrente am 1.1.2010 und gleichzeitig entsteht für ihn am gleichen Tag der Anspruch auf Altersrente in Höhe der bisher ausgezahlten vollen oder teilweisen Erwerbsminderungsrente

2)  Bezug einer Erwerbsminderungsrente (ohne Rücksicht auf die Erwerbsunfähigkeitsstufe) und Erreichen eines Alters von 65 Jahren nach dem 31.12.2009

  • An dem Tag, an dem der Bezieher von Erwerbsminderungsrente nach dem 31.12.2009 ein Alter von 65 Jahren erreicht, erlöscht sein Anspruch auf Erwerbsminderungsrente und gleichzeitig entsteht sein Anspruch auf Altersrente in Höhe seiner bisherigen Erwerbsminderungsrente, 

Dem Bezieher von Erwerbsminderungsrente ist ein Entscheid darüber zuzustellen, dass ihm anstelle der bisherigen Erwerbsminderungsrente für die Erwerbsunfähigkeitsstufe I, II oder III jetzt Altersrente zusteht.

Entscheidend ist immer die Höhe der vollen oder teilweisen Erwerbsminderungsrente zum 31.12.2009 bei Personen, die ein Alter von 65 Jahren vor dem 1.1.2010 (Punkt 1) erreicht haben, oder die Höhe der Erwerbsminderungsrente zum Tag des Erreichens von 65 Jahren nach dem 31.12.2009 (Punkt 2). Eine eventuelle Änderung der Erwerbsunfähigkeitsstufe hat auf die Höhe der Altersrente keinen Einfluss.

Diese Altersrente erhöht sich nicht für die Zeit der nach Entstehung des Anspruchs auf diese Rente ausgeübten Erwerbstätigkeit. Der Anspruch auf diese Altersrente schließt den Anspruch auf Regel­altersrente gemäß § 29 RVG nicht aus.