Altersrente
Altersrente
Der Anspruch auf die Altersrente entsteht Ihnen, wenn Sie das Rentenalter erreicht und die erforderliche Versicherungszeit erworben haben.
Rentenalter
Das Rentenalter wird in der Tschechischen Republik schrittweise seit dem Jahr 1996 erhöht, bei Männern um zwei Kalendermonate und bei Frauen um vier Kalendermonate für jedes begonnene Jahr nach 31. Dezember 1995. Bei Frauen ist das Rentenalter zudem nach der Zahl der erzogenen Kinder abgestuft.
Das Rentenalter wird durch das Rentenversicherungsgesetzt folgendermaßen geregelt:
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vor 1936 geborene Versicherte |
zwischen 1936 bis 1968 geborene Versicherte |
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Männer |
60 Jahre |
(siehe Tabelle Rentenalter (1936-1968)) |
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Frauen |
53 Jahre, wenn mindestens 5 Kinder erzogen wurden |
nach 1968 geborene Versicherte |
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54 Jahre, wenn 3 oder 4 Kinder erzogen wurden |
Männer |
65 Jahre |
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55 Jahre, wenn 2 Kinder erzogen wurden |
Frauen |
62 Jahre, wenn mindestens 4 Kinder erzogen wurden |
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|
56 Jahre, wenn 1 Kind erzogen wurde |
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63 Jahre, wenn 3 Kinder erzogen wurden |
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57 Jahre |
|
64 Jahre, wenn 2 Kinder erzogen wurden |
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65 Jahre |
Rentenalter (1936 – 1968)
(Jahre + Monate)
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Männer |
Frauen |
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kinderlos |
1 Kind |
2 Kinder |
3 Kinder |
4 Kinder |
5 und mehr Kinder |
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1936 |
60+2
|
57 |
56 |
55 |
54 |
54 |
53 |
|
1937 |
60+4 |
57 |
56 |
55 |
54 |
54 |
53 |
|
1938 |
60+6 |
57 |
56 |
55 |
54 |
54 |
53 |
|
1939 |
60+8 |
57+4 |
56 |
55 |
54 |
54 |
53 |
|
1940 |
60+10 |
57+8 |
56+4 |
55 |
54 |
54 |
53 |
|
1941 |
61 |
58 |
56+8 |
55+4 |
54 |
54 |
53 |
|
1942 |
61+2 |
58+4 |
57 |
55+8 |
54+4 |
54+4 |
53 |
|
1943 |
61+4 |
58+8 |
57+4 |
56 |
54+8 |
54+8 |
53+4 |
|
1944 |
61+6 |
59 |
57+8 |
56+4 |
55 |
55 |
53+8 |
|
1945 |
61+8 |
59+4 |
58 |
56+8 |
55+4 |
55+4 |
54 |
|
1946 |
61+10 |
59+8 |
58+4 |
57 |
55+8 |
55+8 |
54+4 |
|
1947 |
62 |
60 |
58+8 |
57+4 |
56 |
56 |
54+8 |
|
1948 |
62+2 |
60+4 |
59 |
57+8 |
56+4 |
56+4 |
55 |
|
1949 |
62+4 |
60+8 |
59+4 |
58 |
56+8 |
56+8 |
55+4 |
|
1950 |
62+6 |
61 |
59+8 |
58+4 |
57 |
57 |
55+8 |
|
1951 |
62+8 |
61+4 |
60 |
58+8 |
57+4 |
57+4 |
56 |
|
1952 |
62+10 |
61+8 |
60+4 |
59 |
57+8 |
57+8 |
56+4 |
|
1953 |
63 |
62 |
60+8 |
59+4 |
58 |
58 |
56+8 |
|
1954 |
63+2 |
62+4 |
61 |
59+8 |
58+4 |
58+4 |
57 |
|
1955 |
63+4 |
62+8 |
61+4 |
60 |
58+8 |
58+8 |
57+4 |
|
1956 |
63+6 |
63 |
61+8 |
60+4 |
59 |
59 |
57+8 |
|
1957 |
63+8 |
63+4 |
62 |
60+8 |
59+4 |
59+4 |
58 |
|
1958 |
63+10 |
63+8 |
62+4 |
61 |
59+8 |
59+8 |
58+4 |
|
1959 |
64 |
64 |
62+8 |
61+4 |
60 |
60 |
58+8 |
|
1960 |
64+2 |
64+2 |
63 |
61+8 |
60+4 |
60+4 |
59 |
|
1961 |
64+4 |
64+4 |
63+4 |
62 |
60+8 |
60+8 |
59+4 |
|
1962 |
64+6 |
64+6 |
63+8 |
62+4 |
61 |
61 |
59+8 |
|
1963 |
64+8 |
64+8 |
64 |
62+8 |
61+4 |
61+4 |
60 |
|
1964 |
64+10 |
64+10 |
64+4 |
63 |
61+8 |
61+8 |
60+4 |
|
1965 |
65 |
65 |
64+8 |
63+4 |
62 |
62 |
60+8 |
|
1966 |
65 |
65 |
65 |
63+8 |
62+4 |
62 |
61 |
|
1967 |
65 |
65 |
65 |
64 |
62+8 |
62 |
61+4 |
|
1968 |
65 |
65 |
65 |
64 |
63 |
62 |
61+8 |
Bei Personen, deren Rentenalter 63 Jahre und mehr beträgt, ist es sogar möglich, bereits mit 60 Jahren in Rente zu gehen. Bei Personen, deren Rentenalter 65 Jahre beträgt (Männer, kinderlose Frauen und Frauen mit einem Kind), kann die Vorzeitigkeit neu bis zu 5 Jahren betragen.
Notwendige Versicherungszeit
Ab 1. Januar 2010 kommt es zur fortlaufenden Verlängerung der erforderlichen Versicherungszeit um ein Jahr für jedes Kalenderjahr nach dem Jahre 2009, und dies bis auf 35 Jahre bei den Personen, die das Rentenalter nach dem Jahre 2018 erreichen. Zur Ermittlung der Mindestversicherungsdauer bei jedem einzelnen Versicherten ist entscheidend, im welchen Kalendermonat das Rentenalter erreicht wird.
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Kalenderjahr, in dem
das Rentenalter erreicht wird |
Mindestversicherungszeit |
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vor 2010 |
25 Jahre |
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2010 |
26 Jahre |
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2011 |
27 Jahre |
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2012 |
28 Jahre |
|
2013 |
29 Jahre |
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2014 |
30 Jahre |
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2015 |
31 Jahre |
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2016 |
32 Jahre |
|
2017 |
33 Jahre |
|
2018 |
34 Jahre |
|
nach 2018 |
35 Jahre |
Versicherten, die am Tag des Erreichens des Renteneintrittsalters nicht den Mindestversicherungszeitraum besitzt, kann zu diesem Tag keine Altersrente zuerkennt werden. Die Rente kann ggf. nachträglich ab einem späteren Datum gewährt werden, zu dem der Versicherte den erforderlichen Versicherungszeitraum bereits erworben hat.
Versicherte, die das Renteneintrittsalter nach 2014 erreichen, jedoch am Tag des Erreichens des Renteneintrittsalters nicht über die erforderliche Versicherungszeit (31-35 Versicherungsjahre) verfügen, haben ebenfalls Anspruch auf die Altersrente, mindestens 30 „reine“ Versicherungsjahre erworben wurden, d.h. eine Versicherungszeit auf Grund der Ausübung einer Erwerbstätigkeit bzw. auf Grund einer freiwilligen Rentenversicherung.
Das Mindestalter für den Anspruch auf die sog. anteilige Altersrente ist nicht mehr für alle einheitlich. Es wird von dem Renteneintrittsalter für Männer mit dem gleichen Geburtsjahr abgeleitet, dem jeweils 5 Jahre aufgeschlagen werden.
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erforderliches Alter im Jahre |
Mindestversicherungszeit |
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65 Jahre vor 2010 |
15 Jahre |
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Rentenalter für Männer mit gleichem Geburtsdatum + 5 Jahre im Jahr 2011 |
17 Jahre |
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Rentenalter für Männer mit gleichem Geburtsdatum + 5 Jahre im Jahr 2012 |
18 Jahre |
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Rentenalter für Männer mit gleichem Geburtsdatum + 5 Jahre im Jahr 2013 |
19 Jahre |
|
Rentenalter für Männer mit gleichem Geburtsdatum + 5 Jahre im Jahr 2013 |
20 Jahre |
Versicherte, die keine der genannten Bedingungen erfüllen, steht ebenfalls ein Anspruch auf Altersrente zu, wenn das Alter von 65 Jahren erreicht und die gesetzlichen Bedingungen für den Anspruch auf eine Erwerbsminderungsrente erfüllt werden.
Handelt es sich um die sog. vorgezogene Altersrente gemäß den Bestimmungen des § 31 Rentenversicherungsgesetz, besteht die Möglichkeit, die Zuerkennung dieser Leistung bis zu 3 Jahre vor dem Erreichen des Renteneintrittsalters zu beantragen.
Höhe der Altersrente
Das Gesetz ermöglicht die Beantragung einer Änderung (Erhöhung) des Prozentsatzes der Altersrente in Fällen, in denen der Versicherte nach der Zuerkennung der Altersrente und Inanspruchnahme dieser Leistungen einer Erwerbstätigkeit nachgeht.
- Eine Erhöhung in Höhe von 1,5 % der Bemessungsgrundlage steht für jede 180 Kalendertage der Ausübung der Erwerbstätigkeit zu, wenn die Altersrente zur Hälfte ausgezahlt wird. Unter Hälfte der Altersrente ist die Hälfte der Grundrente und Hälfte der Prozente zu verstehen.
- Eine Erhöhung in Höhe von 0,4 % der Bemessungsgrundlage steht für jede 360 Kalendertage der Ausübung der Erwerbstätigkeit zu, wenn die Altersrente in voller Höhe ausgezahlt wird. Eine solche Erhöhung steht stets erst nach zwei Jahren ununterbrochener Erwerbstätigkeit zu (als solche gelten auch Fälle, wenn an den Tag der Beendigung unmittelbar der Kalendertag des Beginns einer anderen Erwerbstätigkeit anschließt). Die Erhöhung steht auch dann zu, wenn der Bezieher der Altersrente die mindestens 360 Tage erwerbstätig ist und die Beschäftigungsverhältnis beendet.
Beantragt ein Altersrentenbezieher die Einstellung dieser Leistung auf Grund der Ausübung einer Erwerbstätigkeit, wird die Rente entsprechend den gleichen Regeln erhöht, die bis Ende 2009 gültig waren, d.h. um 1,5 % der Berechnungsgrundlage für alle 90 Kalendertage der Erwerbstätigkeit ohne Rentenbezug.
Wird Altersrente unter den Bedingungen der Bestimmung des § 29 Abs. 4 Rentenversicherungsgesetz zuerkannt (der Versicherte hat die erforderliche Versicherungszeit für den Altersrentenanspruch gearbeitet, das 65. Lebensjahr erreicht und erfüllt gleichzeitig die Bedingungen für den Anspruch auf eine Erwerbsminderungsrente), hängt deren Höhe von der festgelegten Stufe der Erwerbsunfähigkeit ab (0,5 %, 0,75 % oder 1,5 % der Berechnungsgrundlage für jedes ganzes Jahr der Versicherungszeit).
Bei der Festsetzung der Höhe der vorgezogenen Altersrente, auf die nach dem 31.12.2009 ein Anspruch entsteht, wird verfahren, dass, wenn die Vorzeitigkeit 720 Tage nicht übersteigt, die Senkung des Prozentsatzes lediglich 0,9 % der Berechnungsgrundlage für alle auch begonnenen 90 Kalendertage beträgt (ähnlich wie bei der bis 31.12.2009 wirksamen Regelung). Übersteigt die Vorzeitigkeit 720 Tage, wird ab dem 721. Tage der Prozentsatz für alle auch begonnenen 90 Kalendertage der Vorzeitigkeit um 1,5 % der Berechnungsgrundlage gekürzt.
Für den Anspruch auf die Auszahlung der Altersrente ist nicht mehr entscheidend, ob der Altersrentenbezieher in einem befristeten oder unbefristeten Arbeitsrechtsverhältnis arbeitet. Die Auszahlung der vorgezogenen Altersrente steht nicht für den Zeitraum bis zum Erreichen des Renteneintrittsalters zu, wenn gleichzeitig eine Erwerbstätigkeit ausgeübt wird.
Letzte Änderungen 5. 2. 2010